Lachgas oder Vollnarkose – wo liegt der Unterschied?

 

Viele Patienten, nicht nur Angstpatienten, empfinden den Besuch beim Zahnarzt als unangenehm. Aus diesem Grund erkundigen sie sich schon vor dem eigentlichen Termin, ob die Behandlung unter Vollnarkose oder Anwendung von Lachgas stattfinden kann. Doch wo liegt da eigentlich der Unterschied?

Behandlung unter Vollnarkose

Eine Behandlung unter Vollnarkose kann man sich als genau gesteuerten künstlichen Schlaf vorstellen. Der Patient ist vollständig betäubt und wird künstlich beatmet. Aus diesem Grund ist während der gesamten Behandlung ein ausgebildeter Facharzt der Anästhesie anwesend.

Der Patient wird durch eine Kombination aus Inhalation und Injektion in den Zustand der Narkose versetzt. Hierfür wird ein venöser Zugang an der Innenseite des Ellbogens oder dem Handrücken gelegt. Um die Atmung des Patienten zu gewährleisten, wird ein Atemschlauch durch Mund und Nase in die Luftröhre eingeführt. So kann der Narkotisierte während der gesamten Behandlung kontrolliert weiter atmen.

Behandlungen, für die sich eine Vollnarkose anbietet sind zum Beispiel:

  • größere chirurgische Eingriffe
  • Behandlungen, in denen mehrere Behandlungsschritte zusammengeführt werden
  • Behandlungen, bei denen eine örtliche Betäubung nicht ausreicht
  • Behandlungen bei Kindern, die zu jung für eine örtliche Betäubung sind oder sich dagegen sträuben

Vor allem bei Kindern, die viele kariöse Defekte haben, ist eine Behandlung unter Vollnarkose durchaus sinnvoll. Durch die möglichen Schmerzen der langen Behandlung besteht die Gefahr, dass das behandelte Kind den Zahnarztbesuch mit negativen Erlebnissen verbindet. Im schlimmsten Fall, ist das Kind für den Rest seines Lebens traumatisiert.

Für eine erfolgreiche Behandlung unter Vollnarkose bedarf es auch einer Vorbereitung seitens des Patienten. Diese ist simpel, aber sehr wichtig: sechs Stunden vor der Narkose darf nicht gegessen werden. Wasser trinken ist bis zwei Stunden vor der Behandlung erlaubt.
Nach der Behandlung wird der Patient sanft wieder aufgeweckt. Das Verlassen der Praxis ist erst nach ungefähr einer Stunde möglich. So lange bleibt der Patient unter Beobachtung. Zudem sollte nach der Narkose nicht Auto gefahren und keine schweren Maschinen bedient werden.

Behandlung mit Lachgas

Während sich der Patient bei einer Behandlung unter Vollnarkose in einem tiefen Schlaf befindet, ist er bei einer Lachgas-Behandlung bei vollem Bewusstsein. Das hat den Vorteil, dass Zahnarzt und Patient miteinander kommunizieren können. Zudem kann bei einem Eingriff unter Lachgas die Menge des Gases individuell auf den Behandelten abgestimmt werden. Durch eine Silikonmaske atmet der Patient zunächst reinen Sauerstoff. Nach und nach wird langsam die Lachgas-Zufuhr erhöht, bis der gewünschte Zustand eintritt.

Beginnt das Lachgas zu wirken, setzt beim Behandelten eine Art angenehmer Rauschzustand ein. Schmerzempfindlichkeit und Angst nehmen ab, der Würgreiz und das Zeitgefühl werden reduziert. Außerdem nehmen Entspannung, Wohlbefinden und Wärmegefühl des Patienten zu. Die Wirkung des Lachgas kann durch Beruhigungstabletten noch gesteigert werden, das bietet sich vor allem bei Angstpatienten an. Generell ist die Lachgas-Behandlung eine tolle Möglichkeit für Angstpatienten, vertrauen zu Ihrem Zahnarzt aufzubauen.

Ein großer Vorteil der Lachgas-Behandlung ist, dass bis heute keine Allergien bekannt sind und die Behandlung sehr gut verträglich ist. Nur in den seltensten Fällen kommt es zu einem unangenehmen Gefühl mit Schwindel. Somit ist das Risiko geringer, als bei einer Vollnarkose. Zudem sind Patienten nur ein paar Minuten nach Ende der Behandlung wieder “klar” im Kopf.

Lachgas-Behandlung oder Vollnarkose bei Ihrem Zahnarzt in Charlottenburg

Sie scheuen den Besuch beim Zahnarzt und wünschen sich eine schmerzfreie Behandlung? Dann sind die erfahrenen Zahnärzte in der Leibnizstraße der perfekte Ansprechpartner für Sie. Hier werden sowohl Lachgas-Behandlungen als auch Behandlungen unter Vollnarkose durchgeführt. Vereinbaren Sie einen Termin und wir besprechen mit Ihnen, welche Art der Behandlung für Sie und Ihre Zähne in Frage kommt. So verspüren Sie bei Ihrem nächsten Zahnarztbesuch keine Angst mehr.