Wurzelkanalbehandlung: Endodontie in Berlin-Charlottenburg

Unter Endodontie oder Endodontologie versteht man den Teilbereich der Zahnheilkunde, der sich schwerpunktmäßig mit Erkrankungen des Pulpa-Dentin-Komplexes (Nerv-Gefäß-Komplex) und des periapikalen Gewebes (die Wurzelspitze umgebendes Gewebe) beschäftigt.

Was ist Endodontie?

Dabei handelt es sich unter anderem um akute oder chronische Entzündungen des Zahnmarkes (Blut- und Lymphgefäße, Nerven und Bindegewebe) oder des Zahnhalteapparates (Parodontium) als Folge einer endodontischen Erkrankung. Ursachen hierfür sind häufig tiefe, fortgeschrittene Karies, das Beschleifen der Zähne oder durch Unfälle ausgelöste Traumata. Dabei kann es in einigen Fällen zu einer Infektion des Zahnmarkes kommen. Erkrankungen dieser Art sind sehr unangenehm und mit großen Schmerzen verbunden. Häufig merkt der Betroffene aber auch nichts davon und erfährt von der Krankheit erst durch Zufall, beispielsweise im Rahmen einer Röntgenkontrolle. Zur Behandlung einer solchen Infektion ist meistens eine Wurzelkanalbehandlung notwendig. Hierbei wird der Zugang zu den Wurzelkanälen vom Zahnarzt mit Hilfe eines Spanngummis (Kofferdam) freigelegt. Dieser dient zur Abschirmung des zu behandelnden Zahnes vom restlichen Mundraum, um den Zufluss von bakterienverseuchtem Speichel zu verhindern.

Behandlungsablauf von Wurzelkanalbehandlungen in unserer Zahnarztpraxis in Charlottenburg

Für eine fachgerechte Behandlung von Wurzelkanälen stehen vielfältige zahnärztliche Handinstrumente sowie maschinell betriebene Aufbereitungsgeräte zur Verfügung. Besonders wichtig ist hierbei die korrekte Längenbestimmung der Kanäle, da nur auf diese Weise die vollständige Aufbereitung der Kanäle möglich ist. Die Aufbereitung kann sowohl mit Handinstrumenten als auch mittels maschinellen Nickel-Titan-Feilen erfolgen. Zeitgleich werden die Kanäle mit desinfizierenden Lösungen gespült, um vorhandene Keime abzutöten und den Wurzelkanal möglichst sauber zu erreichen.

Unter Umständen kann es erforderlich sein, diesen Vorgang der Desinfizierung mehrmals in aufeinander folgenden Behandlungssitzungen zu wiederholen. Ist die Aufbereitung vollständig erfolgt, kann mit der Füllung der Wurzelkanäle begonnen werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Kanäle trocken sein müssen und der Zahn nicht mehr schmerzhaft ist. Das Befüllen der Kanäle kann klassisch mittels Zement und Guttaperchastift erfolgen (Ein-Stift-Methode) oder mittels lateraler Kondensation, bei der zusätzliche Guttaperchastifte für eine noch dichtere Wurzelfüllung sorgen.

Insgesamt können durch den Einsatz dieser Methode bis zu 90% der endodontisch behandlungsbedürftigen Zähne erhalten werden. In seltenen Fällen ist zusätzlich noch ein mikrochirurgischer Eingriff nötig, bei dem die Wurzelspitze entfernt wird.

Bei privat versicherten Patienten werden die Kosten eines solchen Eingriffs vollständig erstattet. Beihilfestellen zweifeln häufig an der Notwendigkeit solcher Zahnerhaltungsmaßnahmen und beschränken die Kostenerstattung auf ein Minimum.

Kosten von einer Wurzelkanalbehandlung

Die gesetzlichen Krankenkassen decken lediglich die Grundversorgung ab und beschränken sich bei einer endodontischen Behandlung nur auf das Notwendigste. Aus diesem Grunde müssen die Kosten bei einer hochwertigen endodontischen Behandlung von den gesetzlich versicherten Patienten teilweise bzw. komplett übernommen werden.